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LVR stellt sich seiner Verantwortung Studie zur Aufarbeitung der Geschichte / Einrichtung einer Hotline für Betroffene
Köln. 21. April 2008. In den letzten Jahren begannen ehemalige „Heimkinder" der 1950er bis 70er Jahre, ihr jahrzehntelanges Schweigen zu brechen und die traumatisierenden Erlebnisse in den damaligen Einrichtungen der Jugendhilfe öffentlich aufzuarbeiten. Sie organisieren sich zunehmend in Vereinen und wünschen sich finanzielle Entschädigungen, die Anerkennung ihrer Arbeitszeiten im Heim für die Rente und eine öffentliche Entschuldigung der Einrichtungsträger. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) als Träger von sechs Einrichtungen der Jugendhilfe der damaligen Zeit stellt sich seiner Verantwortung. Die Geschehnisse werden zur Zeit durch Historiker aufgearbeitet, die im Rheinischen Landesjugendheim Erlenhof (Euskirchen), im Rheinischen Landesjugendheim Fichtenhain (Krefeld), im Rheinischen Landesjugend-heim Halfeshof (Solingen), im Dansweiler Hof (Freimersdorf, später Abtshof Hennef), in Haus Hall (Ratheim) sowie im Heilpädagogischen Landesjugendheim Viersen recherchieren. Erste Ergebnisse werden für Ende 2008 erwartet, der Abschlussbericht ist für Sommer 2010 geplant.
Wo möglich, versucht der LVR bereits jetzt durch Auskünfte zu helfen und richtet daher ab sofort für ehemalige „Heimkinder" aus den genannten Einrichtungen eine Hotline ein. Sie ist montags von 10 bis 14 Uhr, mittwochs von 13 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 02 21 – 809 – 40 01 zu erreichen.
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